Was ist auf dem Balkon erlaubt? Rauchen, Grillen, Wäschetrocknen? Was darf ich, was nicht? Wir lüften die Geheimnisse!

Was ist auf dem Balkon erlbaut und was nicht? Grillen? Rauchen?

Bei angenehmen Temperaturen kann man sich auf dem heimischen Balkon schon mal fast wie im Urlaub fühlen. Doch stellt sich für Mieter und Vermieter immer wieder die gleiche Frage: Was darf ich auf meinem „eigenen“ Freisitz eigentlich, und was nicht? Was sind die gos und was die no-gos? Mit Freunden grillen, gepflegt entspannen oder einfach nur Wäsche trocknen, es ist längst nicht alles erlaubt, was Spaß macht. Der Vermieter also auch die Nachbarn haben stets ein entscheidendes Wörtchen mitzureden, wenn es darum geht, wie oft man feiern darf oder wie oft man den Bruzzler anfeuern kann. Selbst bei der Gestaltung der privaten Wohlfühloase „Balkon“ gibt es mietrechtliche einige Grenzen die es zu achten gilt.

Was ist auf dem Balkon erlaub? Diese Regeln sollten Sie für Ihren Balkon beachten.

Balkone gehören prinzipiell mit zur vermieteten Wohnung. Entsprechend haben Mieter hier die gleichen Pflichten und Rechte wie sie in der Wohnung selbst gelten. Laut dem Deutschen Mieterbundes (DMB) bedeutet das: Mieter können Stühle, Bänke, Tische oder Sonnenschirme auf dem Balkon aufstellen. Auch ein unauffälliger Sichtschutz oder ein Rankengitter sind erlaubt, während eine Komplettverkleidung noch nicht gestattet werden muss. Sofern der Wäscheständer nicht über die Brüstung hinausragt, ist auch gegen das Trocknen des Schlafanzuges nichts einzuwenden. Das Trocken ist selbst dann zulässig, wenn die Hausordnung Wäsche auf dem Balkon aus ästhetischen Gründen verbietet.

Prinzipiell gilt: Nutzen Sie die Sonnenstrahlen zum bräunen auf dem Balkon so lange die Sonne es zulässt, trinken, feiern und essen Sei nach Herzenslust, rauchen und frieren Sie wann es Ihnen beliebt. So lange Sie Rücksicht auf Ihre Nachbarn nehmen gehört der Freisitz Ihnen. Bei all dem gilbt jedoch eines ganz sicher: Ab 22.00 Uhr ist auf dem Balkon Nachtruhe. …Nur beim Grillen, da ist es immer wieder spannen.

Von der Grillparty bis zur Satellitenschüssel: Was ist erlaubt, was ist nicht erlaubt.

Die gos und no-gos auf dem Balkon - ist das rauchen erlaubt?


Das Rauchen auf dem Balkon – erlaubt, oder nicht erlaubt?

Wenn der Tabakgeruch vom benachbarten Balkon herüberzieht, muss der Mieter das nach Ansicht des Amtsgericht Bonn hinnehmen. Das Gericht hatte die Klage einer Mieterin abgewiesen, die sich von Rauchschwaden vom darunter liegenden Balkon gestört fühlte. Das Gericht legte bei seinen Überlegungen die Tatsache zu Grunde, dass Rauchen gesellschaftlich akzeptiert sei. Soweit der Beklagte auf dem Balkon und damit praktisch im Freien rauche, bewege er sich im Rahmen der ihm von der Verfassung für sein Verhalten eröffneten Freiräume.

Doch das ist längst überholt: Ein Mieter darf grundsätzlich auf seinem Balkon rauchen, allerdings nur wenn die Nachbarn nicht erheblich beeinträchtigt werden. Das hat Anfang 2015 der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az.: V ZR 110/14).
Raucher könnten deshalb dazu verpflichtet werden, nur zu bestimmten Zeiten auf dem Balkon zur Zigarette zu greifen.


Wie darf ich meinen Balkon begrünen?

Sofern Blumentöpfe und Pflanzenkübel ordnungsgemäß befestigt sind, wenn sichergestellt ist, dass sie bei Wind nicht herunterfallen können, kann man als Mieter über die Bepflanzung seines Balkons frei entscheiden. Selbst an der Balkonaußenseite dürfen die Pflanzkästen angebracht werden, wie das Landgericht Hamburg urteilte.
Wenn Sie jedoch Wohnungseigentümer sind, ist es manchmal nicht ganz so einfach. Denn es gibt durchaus die Möglichkeit, dass in der Teilungsordnung eine einheitliche Gestaltung des Gesamtgebäudes vereinbart wurde. Somit können die Wohnungseigentümer beschließen, dass auf der Balkonbrüstung keine Blumenkästen angebracht werden dürfen.

Gut ist es generell, wenn man bei der Balkonbegrünung darauf achtet, dass Nachbarn durch die zum Beispiel überhängenden Balkonpflanzung nicht gestört oder die Aussicht beeinträchtigt wird. So entschied etwa das Landgericht Berlin, dass lang wachsende Balkonpflanzen regelmäßig zurückgeschnitten werden müssen, damit der darunter wohnende Nachbar nicht durch heruntergefallene Blüten, Pflanzenteile oder Vogelkot belästigt werden können.

Die Satellitenschüssel auf dem Balkon – ein Klassiker, oder mittlerweile verboten?

So lange das „ästhetische“ Gesamtbild der Fassade nicht beeinträchtigt wird, kann jeder Mieter eine mobile Satellitenschüssel auf seinem Balkon installieren – auch ohne Einwilligung des Vermieters. Es darf jedoch nicht die Fassade oder Balkonbrüstung beschädigt werden.

Das Grillen auf dem Balkon, ob allein oder zum Geburtstag – es ist prinzipiell erlaubt – aber eingeschränkt.

Sofern es im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist, darf man auf dem Balkon grillen. Wie oft das Freiluftbruzzeln jedoch zulässig ist, da sind sich die Gerichte nach wie vor nicht ganz einig. Das Bayerische Oberlandesgericht als Beispiel, hält fünfmal Grillen im Jahr für zumutbar, während das Landgericht Stuttgart eine Grilldauer von etwa sechs Stunden – das entspricht etwa drei Grillvergnügen pro Jahr – für angemessen hält. Wenn es nach dem Amtsgericht Bonn geht, müssen die Nachbarn zudem 48 Stunden vorher informiert werden. Wer ohne Ärger mit den Nachbarn grillen will, steigt am besten auf einen Elektrogrill um. Da fehlt zwar das urige Grillgefühl, aber auch weitgehend die Rauch- und Geruchsbelästigung.

Wenn Grillen - Kohle oder Strom?

In Mietshäusern kann der Vermieter das Grillen mit einem Holzkohlegrill per Hausordnung oder Mietvertrag regeln. Nicht nur der qualmende Rauch, sondern besonders die Feuergefahr rechtfertigen solche ein Verbot. Es gilt jedoch auf jeden Fall: Das Gebot der Rücksichtnahme. Grillen ist verboten, wenn es Nachbarn beeinträchtigt, etwa wenn man Rauch einatmen muss. Geruchsbelästigungen aber muss der Nachbar aus Gründen der gegenseitigen Rücksichtspflicht ertragen. Dem Vegetarier, dem vom gegrilltem Schweinebauch übel wird, hat keinen Grund zu klagen. Auf der sicheren Seite ist, wer auf Balkonen von Mehrfamilienhäusern nur Elektrogrills verwendet. Das Landgericht Stuttgart empfiehlt den Grillfreunden unter uns in einem Urteil:

„wenn möglich mit Elektrogrill und Aluschalen statt Holzkohlegrill zu arbeiten“.

Keine Lust in den Keller zu gehen? Dann trocknen Sie Ihre Wäsche doch auf dem Balkon.

Wäsche trocknen auf dem Balkon ist grundsätzlich erlaubt. Das gilt selbst dann, wenn der Mietvertrag das Trocknen in der Wohnung untersagt. Auch Wäscheständer oder Wäscheleinen sind zulässig, sofern sie nicht über die Balkonbrüstung ragen. Sollte die Hausordnung das Trocken auf dem Balkon aus ästhetischen Gründen verbieten, dürfen nach Auffassung des Amtsgerichts Euskirchen zumindest kleinere Wäschestücke trotzdem aufgehängt werden.

Spieleabend, Rudelgucken, Feiern – auf dem Balkon ist um 22 Uhr Schluss.

Im Grunde hat der Balkonbesitzer das Glück, ein privates Örtchen Freiluft zu besitzen, auf dem er im Grunde tun und schalten kann wir es ihm beliebt. Ob Party, Rudelgucken, Grillen, handwerkliche Basteleien, das Sonnen, das Rauchen, das Weinchen genießen, um spätestens 22 Uhr ist auf dem Balkon Schluss. Hier gilt: Um die Nachbarn nicht zu stören, ist auch auf dem Balkon die allgemein übliche Nachtruhezeit einzuhalten.


Somit wünschen wir allen glücklichen Balkonbesitzern einen fröhlichen und streitfreien Sommer.

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